
Weihnachtskonzert in der Barbarakirche am 08.01.2012 *
Am letzten Sonntag in der Weihnachtszeit haben uns unsere Chöre (Cantamus, Jugendchor und Kinderschola) sowie das Jugendorchester und die Harfen-Solistin Juliane Uthmann unter der Leitung von Burkard Kölsch wieder ein wunderschönes Weihnachtskonzert beschert!
Der Auftakt war genauso schwung- wie stimmungsvoll: „Joy to the world“ in einer Fassung von L. Mason und J. Rutter, dargeboten von einem gut aufgelegten Cantamus-Chor, sowie mit viel Spielfreude begleitet vom Orchester. Es folgten einige englische Weihnachtslieder, wie das schon bekannte „Deck the hall“, das diesmal nicht a capella, sondern ebenfalls mit Orchesterbegleitung vorgetragen wurde, sowie mehrere Stücke des in Cambridge wirkenden John Rutter, der zur Zeit einer der bekanntesten englischen Komponisten und Chorleiter der Gegenwart ist. Seine Musik besticht durch eine Melange aus spritzigen Rhythmen, einer gewissen Volkstümlichkeit sowie viel Gefühl. Cantamus hat mittlerweile viele Stücke Rutters im Repertoire; darunter auch sein Requiem, das am 20.11.2011 in der Auferstehungskirche gesungen wurde.
Nach Cantamus folgte ein Instrumentalteil, bei dem die Harfenistin mit einer Solo-Pavane von A. Francisque sowie dem Harfenkonzert in B-Dur von G.F. Händel gefiel. Soviel Harfenmusik in der Weihnachtszeit, wenn da die Zuhörer nicht selig die schön beleuchtete Krippe betrachteten und an den Engelchor dachten!
An Engel dachte ich persönlich auch**, als danach sechs junge Damen die Bühne betraten - der Jugendchor - vor allem, als sie mit ihren hellen, klaren Stimmen loslegten. Auch sie sangen vier Stücke von J. Rutter, aus der Weihnachtssuite „Dancing Day“, die keltisch klangen. Ich fand sie ganz bezaubernd. Wunderschöne Stimmen, wieder begleitet von der Harfe. Hier zeigte sich: Nicht die Quantität an Chorstimmen allein ist von Bedeutung; die Qualität eines musikalischen Vortrages ist es, die zu berühren vermag.
Nach einem kurzen Orchester- Intermezzo kamen nun die Jüngsten auf die Bühne: Die Kinderschola. Sie sangen Lieder von R. Zuckowski sowie Ausschnitte aus dem Weihnachts-Singspiel „(S)einen Stern vor Augen“ von W. Röhrig, das sie auch schon an Heiligabend als Krippenspiel musiziert und dargestellt hatten. Die Kinder sangen mit Freude - sie wippten nicht nur bei den choreographierten Teilen mit!
Den Abschluss bildeten alle Mitwirkenden gemeinsam, sogar das Publikum durfte mitmachen - O du fröhliche! Als letztes Stück jubelten die Sänger Händels „Halleluja“ aus dem Messias, und wirklich mit Pauken und Trompeten (oder waren es Flöten?) wurden alle in den Winterabend entlassen. Joy to the world!
* Dieser Artikel wurde geschrieben von Frau Bentlage, die zwar dem Cantamus-Chor angehört, aber wegen einer Halsentzündung selbst nicht mitsingen konnte. Als Fachfrau kommt ihrer Rezension natürlich eine ganz besondere Bedeutung zu. Vielen Dank für den Dienst. (Anm. Pastor, der selbst leider auch verhindert war)
** ein Video vom Jugendchor wird wohl in Kürze hier angehängt.
Bei weit über 200 Zuhörern erbrachte die Kollekte über 1000 Euro an Spenden für die Unterstützung der Chorarbeit in St. Barbara. Herzlichen Dank dafür!
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